MEKB und Mauerbau

Mit der Errichtung der Berliner Mauer am 13. August 1961 verlor der MEKB viele seiner im Ostteil der Stadt wohnenden Mitglieder. Die damalige Anzahl konnte trotz eines stetigen Wachstums nie wieder erreicht werden.Die folgenden Jahren waren dem weiteren Ausbau der H0-Anlage gewidmet. Ein Modell des Potsdamer Bahnhofes wurde im gleichen Maßstab nach Fotos und Zeichnungen des Originals gebaut. 1973 überreichte der MEKB dieses Modell der Gründungsgesellschaft des Berliner Verkehrsmuseums.

Schon ab 1959 hatte sich als neue, kleinere Spurweite die Spur N (Maßstab 1:160) angekündigt, eine Lösung der Platzprobleme vieler Eisenbahnfreunde in engen Großstadtwohnungen. Immer mehr Klubmitglieder begannen, in dieser Spur private Anlagen in ihren Wohnungen zu bauen. Um ihnen im MEKB ein Betätigungsfeld zu bieten, begann die Gruppe eine N-Anlage in U-Form zu errichten. 1982 konnte der MEKB sein 50-jähriges Bestehen gebührend feiern. Zu seinen zahlreichen Gästen gehörte auch die damalige Bürgermeisterin des Bezirks Wedding, Frau Erika Heß.

Die folgenden Klubjahre gehörten dem Weiter- und Umbau der H0-Anlage, die schon lange einen ganzen Kellerraum völlig ausfüllte. Die N-Bahner gestalteten und bauten ihre Anlage zügig weiter aus. 1987 begannen wir nach Besuchen von Modellbahn-Ausstellungen in Westdeutschland Module nach dem System Nord-Modul zu bauen. Zu Pfingsten 1988 konnte dann der MEKB erstmalig die bis dahin fertiggestellten Module auf der Modul-Anlagenschau der Eisenbahnfreunde Springe in Betrieb zeigen. Die Springer Eisenbahnfreunde feierten damals ihr 10-jähriges Jubiläum. Fast 2.000 Besucher sahen sich diese aus vielen Teilen zusammengesetzte Modelleisenbahnanlage der Klubs aus Barsinghausen, Berlin, Gifhorn und Springe an.

Durch diese Ausstellung begeistert, reifte im MEKB der Gedanke, eine Modulausstellung anlässlich des 32. Bundesverbandstages in Berlin wieder eine Modelleisenbahnausstellung durchzuführen. Nach jahrzehntelanger Ausstellungsabstinenz zeigte der MEKB nach neun Monaten intensiver Vorbereitungszeit, die im August 1988 begann, dem Berliner Publikum eine von den Modelleisenbahnklubs MC Holzminden, Eisenbahnfreunde Springe und MEK Berlin aus über 100 Teilen zusammengesetzte Modulanlage. Dank der Normung aller Anlagenteile (System Nordmodul des MEC Barsinghausen) nahm der Aufbau der Anlage nur einen Tag in Anspruch. Vom 4.5. bis 7.5.1989 war diese Ausstellung täglich geöffnet.